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Univ.-Prof. Dr. med.
WALTER PIERINGER

Biographie:
Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Univ.-Professor für Medizinische Psychologie und Psychotherapie, Vorstand der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie an der Medizinischen Universität in Graz. Zu seinem Betätigungsfeld zählen Gesundheitspolitik, Lehranalyse, Gruppenanalyse und Psychodrama. Prof. Pieringer wirkt auch als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychosomatische und Psychotherapeutische Medizin.

Wissenschaftliche Schwerpunkte:
Tiefenpsychologie, Psychosomatik, Philosophie der Medizin und Subjektivitätsforschung


Vorträge:



Das Unbehagen mit der Religion
Religiöser Fanatismus als Psychodynamik

Fanatismus, hoch ansteckend, sich selbstzeugend vermehrend, bestehende Weltordnungen mit brutalem Wahn, oder unheimlich leise verändernd, wird psychodynamischer primär als Selbstschutzmechanismus bei verletzter Würde interpretiert. Fanatismus sei keine Gestalt, die man direkt bewältigen, bekämpfen, besiegen und ausrotten könne, sondern sei letzter Abwehrakt bei existentieller Bedrohung, vor der Selbstopferung ... [mehr]



Verletzung-Verbitterung-Vergebung
Die psychotherapeutische Bedeutung der Vergebung

Emanzipatorische Selbsterkenntnis, als Leitidee der Psychotherapie, ist unumgänglich an Verzeihung und Vergebung gebunden. Dem folgend gilt die theoretische Differenzierung und persönliche Klärung zwischen neurotischen Schuldgefühlen und realer Schuld weiterhin als wesentliches Element der meisten Psychotherapiekonzepte. Die neurotische Verleugnung realer Schuld, wie die pathologische Pflege neurotischer Schuldgefühle, erkannten schon S. Freud, A. Adler und C.G. Jung gleichermaßen als Hindernisse für einen Therapieerfolg ... [mehr]



Schuld & Gefühl
Psychotherapie als Religionsersatz

Gegenwärtig befinden sich Religion und Psychotherapie in einem beiderseits ernst genommenen Diskurs: offizielle Vertreter der großen Weltreligionen bedienen sich bewusst psychotherapeutischer Techniken und Einsichten; und Vertreter psychotherapeutischer Schulen beziehen zunehmend existentielle und spirituelle Themen in ihren psychotherapeutischen Behandlungsvertrag ein ... [mehr]



Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie
Was kann die Psychotherapie von der Religion lernen?

Die gemeinsamen Anliegen von Religion und Psychotherapie sind im Begriff „psychotherapia“ – „der Seele dienen“ bzw. „dem Unsterblichen gehorchen“ grundgefasst. Wie weit Psychotherapie als weltliche Seelsorge, wie S. Freud sie bezeichnete, sich von der Transzendenz abgrenzen kann oder soll, ist ein heftig diskutiertes Thema. So bewahren auch die heute fast historisch anmutenden konträren Positionen von S. Freud, A. Adler, C. G. Jung, J. Moreno und M. Balint zur Religion weiterhin eine gespannte Aktualität ... [mehr]


Veröffentlichungen:
  • Bonelli, R. M., Pieringer, W. & Kapfhammer, H.-P. (Hrsg.) (2007). Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie. Lengerich: Pabst.
  • Pieringer, W. & Ebner, F. (2000). Zur Philosophie der Medizin. Wien: Springer.
  • Pieringer, W. (1991). Psychotherapie im Wandel. Wien: WUV.
  • Klein, P., Müller, K. W. & Pieringer, W. (1990). Psychosomatische Störungen im Erwachsenenalter und Kindesalter. München: Reinhardt.
  • Pieringer, W. & Verlic, B. (Hrsg.) (1990). Sexualität und Erkenntnis. Graz: Leykam.