Menu Content/Inhalt
 
 
Home arrow Unsere Referenten arrow Reinhard Haller
Reinhard Haller

Univ.-Prof. Prim. Dr. med.
REINHARD HALLER

Biographie:
Psychiater und Psychotherapeut. Chefarzt des Krankenhauses Maria Ebene, eines Behandlungszentrums für Suchtkranke in Vorarlberg. Lehrauftrag an der Universität Innsbruck. Tätigkeit als Kriminalpsychiater und Gerichtsachverständiger (u. a. Gutachten in den Fällen des Sexualmörders Jack Unterweger, des „Bombenhirns“ Franz Fuchs und des Amokläufers von Winnenden).

Studium der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck, Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Neurologie in Innsbruck, Rankweil, Frastanz und Feldkirch. 1994 Habilitation für das Fach Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck.

Vorstandsmitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereinigungen und Präsident der „Neuen Kriminologischen Gesellschaft“, der wissenschaftlichen Vereinigung deutscher, österreichischer und Schweizer Kriminologen. Neben ca. 400 wissenschaftlichen Arbeiten zu den Themen Sucht, Suizid, Depression und forensische Psychiatrie hat er mehrere Sachbuchbestseller publiziert, z.B. „Die Seele des Verbrechers“ (2006), „(Un) Glück der Sucht“(2007) und „Das ganz normale Böse“ (2009).


Links:

  • Bücherliste (link)


Vorträge:


RPP2013
Gottesfurcht & Heidenangst
Wenn der Wachhund zum Wolf wird: Angst in der Psychiatrie

Angst als eines der menschlichen Grundgefühle befähigt uns, mit neuen, verunsichernden Situationen besser zurechtzukommen. Da sie immer einen psychophysischen Alarmzustand hervorruft, ist sie im Lebenskampf hilfreich und nimmt gleichsam die Funktion eines „Wachhundes“ wahr. Völlige Angstfreiheit würde das Überleben verunmöglichen und ist deshalb keineswegs anzustreben. Problematisch wird die Angst dann, wenn sie überhand nimmt, inadäquate Stressreaktionen auslöst, unsere Gefühle dominiert und alle Aktivitäten blockiert. Das friedliche Haustier wird dann gleichsam zum „reißenden Wolf, der die Seele auffrisst“... [mehr]


RPP2011
Charakter & Charisma
Persönlichkeitsstörung und das Böse aus psychiatrischer Sicht

Die Psychiatrie hat sich bislang kaum mit dem von philosophischer und theologischer Seite viel diskutierten Begriff des „Bösen“ beschäftigt. Obwohl in der Genetik, Hirnforschung, Psychopathologie, Tiefenpsychologie und Soziologie zahlreiche Hypothesen zum Bösen entwickelt wurden, schienen die Konstrukte zuwenig wissenschaftlich und allzu stigmatisierend für das Fach zu sein. Bei den Taten von persönlichkeitsgestörten Menschen stellen sich aber die Grundfragen „normal oder abnorm“, „gesund oder gestört“ und insbesondere „bad or mad“ ... [mehr]


RPP2007
Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie
Psychopathologie der Schuld: Wie frei ist der Mensch?

Die seit Jahrhunderten von philosophischer, theologischer, juristischer und naturwissenschaftlicher Seite geführte Determinismus-Indeterminismus-Kontroverse ist vor dem Hintergrund aktueller neurobiologischer Forschungsergebnisse neu entbrannt. Wenn sich Geist und Bewusstsein innerhalb bekannter physiologischer, physikalischer und chemischer Gesetzmäßigkeiten vollziehen und Wollen, Denken und Verhalten von dem dem bewussten Ich nur schwer zugänglichen limbischen System gesteuert werden, wäre eine Freiheit des Willens nicht möglich ... [mehr]


Ausgewählte Publikationen:
  • Psychische Störungen und Kriminalität – Eine epidemiologische Studie zum Kriminalverhalten psychisch kranker und behinderter Menschen“
  • Das psychiatrische Gutachten“, Manz Verlag, 2. Auflage, 2008
  • Die Seele des Verbrechers“, NP Verlag, 2002
  • (Un) Glück der Sucht“, Ecowin Verlag, 2007
  • Das ganz normale Böse“, Ecowin Verlag, 2009