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Univ.-Doz. Dr. med. Dr. scient.
RAPHAEL M. BONELLI

Biographie:
Facharzt für Psychiatrie, Facharzt für Neurologie, ärztlicher Psychotherapeut (systemische Psychotherapie). Leiter der Forschungsgruppe Neuropsychiatrie an der Sigmund Freud Universität Wien. Faculty member des Center for Spirituality, Theology and Health an der Duke University (USA). Privatpraxis in der Wiener Innenstadt (www.bonelli.info).

1986-1993 Studium der Medizin an der Universität Wien, 1994 Promotion mit einer Dissertation über die Compliance in der Phasenprophylaxe der bipolaren affektiven Störung. 2004 Promotion zum Dr. scient. med. an der Grazer medizinischen Universität mit einer Dissertation über organische Psychosen, 2005 Habilitation im Fach Psychiatrie. Studienaufenthalte und wissenschaftliche Kooperation mit der Harvard-Universität (Boston, USA), Universidad de Navarra (Pamplona, Spanien), UCLA (Los Angeles, USA) Universidad de los Andes (Santiago, Chile) und der Duke University (North Carolina, USA).

Raphael M. Bonelli ist Faculty member des Center for Spirituality, Theology and Health an der Duke University (USA), Vizepräsident der Austrian Association of Biological Psychiatry, Vorstandsmitglied des Steering Comitees of the European Huntington"s Disease Network, Vizepräsident der Österreichischen Huntingtonhilfe, wissenschaftlicher Gutachter in 23 internationalen Journalen und Direktor des Institutes für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie.

Wissenschaftliche Schwerpunkte:
Chorea Huntington, Demenz, biologische Psychiatrie (Gehirn und Psyche) und Spiritualität in der Psychiatrie

Links:

  • Persönliche Homepage (link)
  • Biographie (link)
  • Sigmund Freud Universität Forschungsgruppe (link)


Vorträge:


RPP2016
Gott & Humor
Psychologie der Humorlosigkeit

Humor ist die Begabung eines Menschen, der Unzulänglichkeit der Welt und der Menschen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. Die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen, schafft eine Distanz zu den eigenen Problemen und quälenden Gefühlen – wie etwa der Angst. Damit macht der Mensch sich kleiner und dümmer, als er ist und wird dadurch stärker, als es scheint. Im Gegenzug sind Menschen, die sich selbst zu ernst nehmen, gefährdet, nicht mehr über sich selbst und seine Begrenzungen und Unzulänglichkeiten lachen zu können ... [mehr]


RPP2016
Scham & Anstand
Sex & Persönlichkeit

Die Persönlichkeit setzt sich zusammen aus einer genetischen Komponente, einer Prägung durch die Gesellschaft und dem, was der Mensch aus beiden Dimensionen macht. Hinzu kommt die sexuelle Identität als Mann oder Frau, die die Begegnung zwischen den Geschlechtern spannungsgeladen macht. Anziehend dabei wirkt das Andere, nicht nur körperlicher sondern auch psychischer Natur. Im Vortrag wird das Anderssein aus der Sicht der modernen Neurowissenschaft und den psychodynamischen Konsequenzen diskutiert ... [mehr]


RPP2015
Bindung & Familie
Psychopathologie der Familie:
aus dem Alltag eines Psychiaters

Psychische Störungen kann man nach ihrer Ursache grob in endogene (d.h. durch den Gehirnstoffwechsel ausgelöste), reaktive (d.h. durch Traumata) und neurotische (d.h. durch angstvollen Kreisen um sich selbst) Krankheiten einteilen. Bei allen dreien steigert die Einbeziehung der Familie in den Therapieprozess die Effektivität der Therapie, weil Menschen keine Monaten sind sondern in einem engen oder weiteren Beziehungsnetz leben. Oft ist eine endogene Störung erblich, eine reaktive Störung allen gemeinsam oder eine neurotische Störung (etwa Angst) in der Familie ... [mehr]


RPP2014
Perfektionismus & Vollkommenheit
"Nobody is perfect"
Psychotherapie des Perfektionismus

Perfektionismus ist ein ängstlich-neurotisches Vermeidungsverhalten, und deswegen einer Psychotherapie prinzipiell zugänglich. Der Perfektionist findet in sich ein meist unbewusstes „inneres Dogma“, das die irrationalen Ängste umschreibt und sein Denken und Handeln prägt. Angst – auch unbewusste - macht unfrei, starr und unbeweglich. Die Positive Psychologie von Martin Seligmann hat mit ihrem Konzept der „Stärken und Tugenden“ psychotherapeutische Wege gefunden, die Freiheit des Patienten zu stärken. Die Tugend ist die Freiheit, mit seinen Bauchgefühlen („Ängste & Bedürfnisse“) richtig umzugehen ...[mehr]


RPP2014
Kontemplation & Multitasking
Psychohygiene durch Priority setting und Wertehierarchie

Den Menschen misslingt es heute zunehmend, Ruhe zu finden oder sich zu konzentrieren: Oft verspüren Patienten wegen ständiger Aktivität innere Unordnung, bei der das eigene Leben nicht mehr nach Prioritäten geordnet werden kann. Heutige Formen der Mediennutzung verstärkten das: Viele fühlen sich gedrängt, immer online und erreichbar zu sein oder ständig E-Mails oder Facebook-Updates abzurufen. Den Betroffenen fällt ein Aufblicken, Rezipieren und Wahrnehmen der Realität schwer, und ...[mehr]


RPP2014
Neurose & Askese
Psychopathologie der Askese

„Triebverzicht ist die Wurzel jeder Kultur“, wusste schon Sigmund Freud. Askese ist Willenstraining, eine schmerzhafte aber prinzipiell sinnvolle Übung, die dem Bauchgefühl „Lustmaximierung und Unlustvermeidung“ direkt entgegengesetzt ist. Mit diesen Übungen wird der Wille freier von den Bedrängungen der Emotionen, und kann sich so besser und leichter entscheiden. Gesund motivierte Askese ist kurzfristig unlustig, mittelfristig aber sinnvoll und langfristig gut ... [mehr]


RPP2013
Gottesfurcht & Heidenangst
Perfektionismus und innere Freiheit

Perfektionismus ist eine unfreie, neurotische Angst vor der eigenen Fehlerhaftigkeit, die die Seele erstarren lässt wie die Maus vor der Schlange. Nicht ein hohes Ideal wird angestrebt (das wäre normal), sondern aus seiner Ichhaftigkeit heraus idealisiert der Perfektionist das Selbst in unerreichbarem Ausmaß. Die natürliche Spannung zwischen dem "SOLL" und dem "IST" erlebt er als bedrohlich und kann sie nicht ertragen ... [mehr]


RPP2013
Glück & Seligkeit
Schuld und Glück in der Psychotherapie

Schuld ist eine menschliche Realität, die dem Glück nur scheinbar im Wege steht. Denn zum Leben gehört es dazu, Unrecht zu erleiden und Unrecht zu tun. Die Verdrängung des Zweiteren führt zu einer unausgeglichenen, verzerrten Sicht der Wirklichkeit, die über Selbstmitleid, Fremdbeschuldigung und Verbitterung letztlich in der Opferfalle mündet. In dieser minimiert sich der eigene Handlungsspielraum und Freiheit geht verloren ... [mehr]


RPP2012
Selbstverwirklichung & Gehorsam
Psychopathologie und Gehorsam

Psychodynamisch besteht der Mensch aus Bauch, Kopf und Herz. Der Bauch steht für Emotionen und Triebe – das berühmte Bauchgefühl. Er ist irrational, schwer steuerbar, weder gut noch schlecht und hält sich weder an „Prinzipien“ noch an Moral. Bei Freud ist der Bauch das „Es“. Mit dem Bauch begehrt der Mensch. Der Kopf hingegen ... [mehr]


RPP2012
Charakter & Charisma
Vom Temperament über die Persönlichkeit zum Charakter

Keine Frage, dass wir biologische Bedingtheiten in unserer Persönlichkeit zur Kenntnis nehmen müssen, die schon in der Antike als Temperament bezeichnet wurden. Die vermutlich erblich bedingt cholerische, sanguinische, phlegmatische oder melancholische Verfasstheit des Menschen beschäftigte seit jeher die Wissenschaft; moderne Forschungsmethoden haben in jüngster Zeit dieses Interesse weiter gesteigert. In der Persönlichkeit wird das Temperament durch Umwelteinfluss wie Erziehung, Kultur und Peers weiter geprägt ... [mehr]



Zölibat & Beziehung
Psychologie des Zölibats

Jeder Mensch sehnt sich nach Freiheit. Dabei geht es vordergründig um innere Freiheit von Ängsten oder Süchten oder vielleicht von der Meinung anderer. Tiefe innere Freiheit heißt aber auch frei sein von der Enge der eigenen Ichhaftigkeit, vom Kontrollzwang über das eigene Leben, von eigenen Launen, Luxus- und Machtstreben, Triebhaftigkeit, vom Anspruch auf eigene Fehlerlosigkeit, vom Groll und von der Fremdbeschuldigung. Aber der Preis für diese Freiheit ist vielen zu hoch ... [mehr]



Das Unbehagen mit der Religion
Psychologie des antireligiösen Affektes

Narzisstische Kränkung ist ein Begriff aus der Psychodynamik, der einen zumeist unbewussten Vorgang bezeichnet, der in einer irrationalen und oftmals unkontrollierten Aggression gegenüber dem „Kränker“ mündet. Gefährdet sind insbesondere Menschen, bei denen sich eine starke Diskrepanz zwischen idealisiertem Selbstbild und der Realität entwickelt hat. Bedrohlich wird besonders der Hinweis auf die Wirklichkeit empfunden, da die Wahrheit über sich selbst als schmerzhaft mit Mühe ins Unterbewusstsein verdrängt wird ... [mehr]



Burnout: Innere Leere und Innerlichkeit
Die neue Innerlichkeit. Alternativen zum Ausbrennen in der Leistungsgesellschaft

Die neue Innerlichkeit stärkt die Resilienz gegen das Abschleifen in der Leistungsgesellschaft. Innerliche Menschen wissen, was sie wann und warum tun, weil ihnen die Priorisierung aufgrund innerer Werte und einer inneren Ordnung gelingt.



Psychiatrie & Beichte
Psychologie der Beichte

In der modernen Psychotherapie sind Schuldgefühle zu lange mit Pathologie gleichgesetzt worden. Natürlich gibt es psychopathologische Phänomene, etwa im Laufe einer Depression, eines Wahns, einer Neurose oder einer selbstunsicheren Persönlichkeit, im Rahmen derer sich Patienten dann zu Unrecht schuldig fühlen. Aber das sind krankhafte Ausnahmen ... [mehr]



www.internetSEXsucht.at
Pathologie der Sexualität

Geschlechtlichkeit und Sexualität prägen alle Bereiche des Lebens und sind ein wesentlicher Faktor bei der Ausbildung der Identität und der Entwicklung der Persönlichkeit. Sie können das Leben im Allgemeinen und die Beziehung der Geschlechter im Besonderen beglückend bereichern, aber auch mitunter zur schweren Last werden. Phänomene wie Pädophilie oder sexuelle Gewalt werden heute nicht mehr tabuisiert und lassen einen Blick in den menschlichen Abgrund zu ... [mehr]



Verletzung-Verbitterung-Vergebung
Die Verbitterung

Obwohl reaktive psychische Störungen, psychische Belastungsreaktionen oder Anpassungsstörungen im klinischen Alltag eine große Rolle spielen, oft schwer zu behandeln sind und häufig zu Chronifizierung und erheblichen Beeinträchtigungen führen, sind die diagnostischen Kriterien vergleichsweise unscharf. Eine Ausnahme ist die „Posttraumatischen Stresserkrankung“, die als Angststörung zu verstehen ist ... [mehr]



Liturgie & Psyche
Tut Religion der Psyche gut?

Religion ist in den Augen von Sigmund Freud eine „kollektive Zwangsneurose, Ausdruck des regressiven Wunsches nach dem Schutz eines übermächtigen Vaters.“ Auch wenn viele spätere Autoren diese latent glaubensfeindliche Haltung überwinden konnten, bleibt doch in weiten Kreisen der Psychotherapeuten ein Unbehagen, wenn das Thema auf Religion und religiöse Praktiken kommt. In der Tat kann man den Begriff der „ekklesiogene Neurose“ nach Schaetzinger nennen ... [mehr]



Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie
Glaube & Wissenschaft in der Psychiatrie

Im Vergleich zu seiner gesellschaftlichen Bedeutung wird der Faktor Religiosität in der medizinischen Forschung vernachlässigt. Anhand der vorhandenen qualitativ hochwertigen Studien soll in diesem Vortrag der Zusammenhang zwischen Religiosität und psychischer Krankheit untersucht werden. Während für eine Reihe von psychiatrischen Erkrankungen (wie Demenz, Schizophrenie, Manie, Essstörungen, Sexualstörungen und Persönlichkeitsstörungen) praktisch keine methodisch ausgereiften Studien vorliegen, ist für andere die Evidenz schon ausreichend, um eine Aussage zu treffen ... [mehr]

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