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Prof. Dr. med.
BARBARA WILD

Biographie:
Ärztin, Neurologin, Psychiaterin und Psychotherapeutin. Nach dem Medizinstudium in Tübingen, London und Boston hat sie an der neurologischen und der psychiatrischen Universitätsklinik Tübingen gearbeitet. Während in der Neurologie Bewegungsstörungen den Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeiten gebildet hatten, beschäftigte sie sich seit dem Wechsel in die Psychiatrie (1994) insbesondere mit der Behandlung von Depression und mit Emotionsforschung.

Verschiedene Studien auch mit funktioneller Kernspintomographie mündeten in ihrer Habilitation 2004 zu der Frage, wie das spannende Phänomen der emotionalen Ansteckung von unterschiedlichen Erkrankungen beeinflusst und im Gehirn gesteuert wird (Titel der Habilitation „Wahrnehmung und Ausdruck von Emotionen in Mimik: Untersuchungen zur Entstehung von Emotionaler Ansteckung bei Gesunden, depressiven und schizophrenen Patienten“).

Von diesem Punkt ausgehend lag das Interesse an Humor (der ja auch ansteckend ist), gar nicht mehr weit entfernt. Humor ist eine wichtige Fähigkeit, die zwischenmenschliche Kontakte erleichtert und hilft, auch mit schwierigen Lebenssituationen zurechtzukommen. Dies ist natürlich auch für Patienten mit psychischen Erkrankungen relevant. Wie das dabei im Einzelnen aussieht und wie man Patienten Humor wieder vermitteln kann, hat sie in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen bearbeitet und dazu mehrere Bücher, unter anderem ein Manual für ein Humortraining, herausgegeben. Und mit Eckart von Hirschhausen gibt es seit vielen Jahren eine Zusammenarbeit, denn wie heißt seine Stiftung so treffend: Humor hilft heilen!


Vorträge:


RPP2016
Gott & Humor
Irre komisch – gibt es einen Platz für Humor in der Psychiatrie und Psychotherapie?

Humor ist eines der besten Kleidungsstücke, die man in Gesellschaft tragen kann. (Shakespeare). Aber wollen wir das auch in der Psychiatrie und Psychotherapie – wo man doch eher den nackten Tatsachen ins Auge blicken sollte? Da gibt es viele Einwände: Unsere Patienten haben doch das Lachen verlernt! Wenn wir jetzt auch noch Humor von ihnen fordern, führen wir ihnen das nicht schmerzhaft vor Augen? Unterstützt man als Therapeut mit einer humorvollen Haltung nicht Vermeidung oder Verdrängung beim Patienten? Und wie groß ist die Gefahr, dass unsere Patienten sich nicht ernst genommen fühlen? Diese kritischen Fragen gilt es zu bedenken ... [mehr]